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Arcade-Angelduell

Fishing Blitz!

Ein Fünf-Minuten-Duell, das sich anfühlt wie eine Runde Tischtennis mit Angelrute — kurz, direkt, ohne Vorlauf.

4.3 · 3.856 Bewertungen (Google Play, Deutschland)

Was uns sofort aufgefallen ist

Der Name ist Programm: Fishing Blitz startet direkt im Duell gegen eine zweite Spielfigur, keine Einführung, kein Tutorial-Dorf. Die Kamera sitzt tief über dem Wasser, die Rute biegt sich sichtbar, sobald ein Fisch anbeißt. Das erste Gewässer — ein Fluss mit Bergpanorama im Hintergrund — wirkt für ein Arcade-Duell überraschend ruhig, fast kontemplativ, bevor der Timer oben rechts wieder an die Uhr erinnert.

Was auffällt: Es gibt keinen Ladebildschirm zwischen zwei Runden. Ein Wisch nach rechts, und das nächste Gewässer ist da. Diese Reibungslosigkeit ist das eigentliche Verkaufsargument, nicht die Grafik.

So fühlt sich das Angeln an

Der Kern ist simpel: Zwei Spielfiguren fischen zeitgleich im selben Gewässer, sichtbar an den kleinen Ergebnisleisten oben. Wer zuerst eine festgelegte Anzahl an Punkten sammelt, gewinnt die Runde. Die Fischauswahl wechselt pro Gewässer — mal ist ein bestimmter Zielfisch mehr wert, mal zählt schlicht die Menge.

Die Leinenspannung ist der einzige Skill-Faktor: Zieht man zu hart, reißt die Schnur, zu zaghaft, und der Fisch entkommt. Das lässt sich in der ersten Minute verstehen, aber erst nach einigen Dutzend Runden wirklich timen.

Steuerung und Bedienung

Gesteuert wird ausschließlich über Wischgesten und Tippen — kein virtueller Steuerknüppel, keine überladenen Symbolleisten. Zum Auswerfen zieht man die Rute nach hinten und lässt los, zum Einholen tippt man im Takt der grünen Zone auf der Spannungsanzeige. Für ein Handyspiel mit Ein-Hand-Bedienung ist das gut gelöst; auf dem Tablet wirkt die Trefferzone der Spannungsanzeige dagegen etwas klein geraten.

Was uns gestört hat

Das größte Manko: Fishing Blitz ist im Kern ein Online-Duell-Spiel. Bei schwacher Verbindung wartet man vor dem Start, und eine echte Einzelspieler-Kampagne — etwa zum Üben ohne Gegner — fehlt komplett. Nach etwa der zehnten Runde wiederholen sich außerdem die Ansagen zum Zielfisch fast wortgleich, was der sonst flotten Präsentation einen Dämpfer verpasst.

Für wen sich das lohnt

Passt zu Leuten, die eine Bus- oder Wartezimmer-Runde suchen und nichts gegen einen echten Gegner haben. Wer lieber allein und in Ruhe ein Gewässer erkundet, ist bei My Fishing World besser aufgehoben — dort gibt es auch unseren ausführlichen Vergleich der beiden Ansätze.

Was gefällt

  • Eine Runde ist in unter fünf Minuten vorbei — passt in jede Wartezeit
  • Sichtbare Reaktion der Angelschnur macht das Timing greifbar
  • Reiseziele (u. a. Flüsse in China, norwegische Fjorde) geben jedem Duell einen eigenen Look

Was nicht

  • Ohne Internetverbindung startet kein Duell — reine Solo-Sessions gibt es praktisch nicht
  • Nach der zehnten Runde wiederholen sich die Zielfisch-Ansagen spürbar

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